| Auszug aus dem aktuellen Hauptartikel › Die Freude am Reiten: | | | Sitzschulung für Anfänger | | | | | Johann Riegler verficht in seiner DVD › Der geschmeidige Sitz die These, dass vor allem die Sitzschulung wichtig und hilfreich ist, und zwar für alle Reiter, unabhängig vom Alter und der Kompetenz. Das muss verwundern; zwar müssen Anfänger sicherlich den richtigen Sitz erlernen, aber Könner sollten ihn doch besitzen. Was begreife ich hieran nicht?
In der letzten Woche habe ich das Geheimnis des richtigen Sitzes mit den Erlernen der Balance bei anderen Sportarten verglichen, wobei ich auch das Radfahren mit hinzugezogen habe, das streng genommen noch nicht einmal zu den Sportarten zählt, eher zu den Kulturtechniken.
Selbstverständlich ist es nicht leicht, das Radfahren zu erlernen, aber es ist offenbar keine besondere Gnade. Man muss dafür insbesondere nicht talentiert sein; jeder Mensch, der nicht gerade behindert ist, kann Radfahren lernen, und zwar schon in sehr frühem Alter.
Was aber noch verblüffender ist: Diese Fähigkeit verliert man nie. Man mag ein halbes Leben nicht mehr auf dem Fahrrad gesessen haben, aber sobald man es wieder versucht, wird es auf Anhieb klappen, selbst wenn man sich in den ersten Minuten nicht so ganz sicher fühlen und das Fahrrad ein völlig anderes Modell sein mag. Dasselbe gilt für alle anderen Techniken ebenso: Schlittschuhlaufen, Skilaufen, und bestimmt auch für die anderen Sportarten, die ich angeführt habe, obwohl ich mir da kein eigenes Urteil bilden kann, weil ich diese Sportarten nie ausgeübt habe. Gelernt ist gelernt.
Dasselbe erwartet man aber doch auch vom richtigen Sitz: Wer ihn einmal erlernt hat, wird ihn nicht mehr verlieren können. Man mag jahrzehntelang nicht mehr im Sattel gewesen sein, aber sobald man sich aufs Pferd schwingt, fühlt man sich wieder zuhause. Man wird sich vielleicht ein wenig eingewöhnen müssen, denn es stellt sich beim Reiten natürlich die zusätzliche Schwierigkeit, dass die Unterschiede zwischen einzelnen Pferden und deren Bewegungen größer sind als die zwischen unterschiedlichen Fahrrädern, aber im Prinzip sollte es sich doch um dasselbe Phänomen handeln. › mehr ...
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