
| | W. Popken im Fenster Selbstportrait 08/2004 | | | | | 12.12.2004
Tips & Tricks
Dieser Tage wird überall mächtig Reklame für » Firefox gemacht. Firefox ist die Weiterentwicklung des bekannten Netscape-Browsers auf Open Source-Basis mit Hilfe von Freiwilligen. Firefox sollt dem Internet Explorer von Microsoft Marktanteile abjagen.
Der Spiegel ist ganz begeistert, diverse Computer-Zeitschriften verteilen ihn auf ihren CDs, überzeugte Benutzer haben eine große Anzeige in der Frankfurter Allgemeine Zeitung gesponsert.
Auch ich benutze seit einiger Zeit den Firefox, kann mich aber der allgemeinen Euphorie nicht anschließen. Ich kenne nämlich etwas Besseres und wechsele nur auf den Firefox, wenn » Maxthon aus irgendwelchen Gründen nicht adäquat erscheint.
Gerade beim Wechsel von Maxthon zu Firefox wird immer wieder deutlich, um wieviele Längen der Maxthon voraus ist. Wer die Wahl hat, wird Maxthon den Vorzug geben. Maxthon benutzt wahlweise die Engine vom Firefox oder vom Internet Explorer. Es ist also keine Frage der Ideologie, welchen Browser man einsetzt.
Im Gegensatz zu Firefox ist Maxthon die Leistung eines Einzelnen, eines Chinesen. Mein Tip: Laden Sie sich sowohl Firefox als auch Maxthon herunter und probieren Sie beide aus!
InternetSammler
Anläßlich einer Buchbesprechung habe ich dieses Werkzeug bereits erwähnt: Der » InternetSammler ist für mich inzwischen zu einem unentbehrlichen Werkzeug geworden. Es gibt eine kostenlose Version, die 100 Internet-Seiten speichern kann. Damit habe ich begonnen. Nachdem ich mehrfach Seiten löschen mußte, weil ich die 100 Seiten erreicht hatte, habe ich mich entschlossen, 15 EUR zu zahlen. Damit habe ich die Power-Version erworben, mit der ich beliebig viele Dokumente speichern kann, und zwar wie im Explorer.
Nun hatte ich früher schon Internet-Seiten im Dateisystem gespeichert. Insofern ist auf den ersten Blick nicht ersichtlich, was der Vorteil ist. Der InternetSammler ist mir deshalb lieb geworden, weil ich alles wiederfinde. Er sucht zuverlässig und schnell. Das kann man vom Explorer nicht behaupten - im Gegenteil: die Version XP scheint so gut wie gar nichts mehr zu finden. Probieren Sie den InternetSammler einfach einmal aus. Sie werden schnell herausfinden, ob er auch für Sie nützlich ist.
Man kann noch viel mehr mit dem InternetSammler machen, zum Beispiel zu jedem Dokument Anmerkungen anlegen. Das nutze ich nicht, weil das Arbeit macht und ich im allgemeinen keine Notizen brauche. Für Sie mag das ein zusätzlicher Nutzen sein.
Unerwünschte Helfer
In der letzten Woche habe ich mehrere Stunden damit verbringen müssen, Programme von meiner Maschine zu entfernen, die sich dort eingenistet hatten und von herkömmlichen Virenscannern weder erkannt noch an ihrem Tun gehindert werden. Diese modernen Seuchen heißen MyWebSearch oder 180search assistant oder noch anders und behaupten, man habe sie mit anderen Programmen zusammen installiert und diese würden nicht mehr funktionieren, wenn man sie entferne.
Da ich auf Programme, die unerwünschte Kompagnons hinterrücks in mein System einschleusen, gut verzichten kann, habe ich auf diese Drohung gar nicht reagiert. Die Virenscanner oder Anti-Spy-Programme wie Spybot-S&D beachten solche Programme nicht, weil sie keinen Schaden anrichten.
Sie klinken sich in den Internet Explorer ein und lauern im Hintergrund auf Hinweise, die ein Interesse meinerseits signalisieren könnten, und kommen dann ungefragt mit einschlägigen Webseiten hoch, deren Auftraggeber für diese Dienste zahlen. Unerwünschte Werbung also. Widerlich. Ich hatte noch nie etwas davon gehört, aber jetzt bin ich im Bilde. Vielleicht nützt Ihnen dieser Hinweis eines Tages etwas.

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