
| | W. Popken im Fenster Selbstportrait 08/2004 | | | | | 04.09.2005
Umfrage
Seit längerer Zeit führe ich eine kleine Befragung durch, wenn jemand eine Kleinanzeige oder ein Pferdeangebot löscht. Ich bin darin nicht ganz konsequent - wenn jemand seine Adresse löscht, werden alle Daten gleichzeitig gelöscht und ich führe keinerlei Befragung durch.
Man muß diesen kleinen Fragebogen auch nicht ausfüllen. Wenn man den Bildschirm schließt oder einen anderen Link anklickt, ist die Sache vom Tisch. Da praktisch höchstens vier Klicks nötig sind, das Formular äußerst einfach gestaltet ist und die Fragen leicht zu beantworten sind, machen sich viele Leser die Mühe. Wer will, kann auch noch einen frei formulierten Kommentar anfügen.
Nach den Ergebnissen dieser kleinen Umfrage, die natürlich keinen Anspruch auf Wiedergabe der wahren Verhältnisse erheben kann, sind sehr viele Leser zufrieden und erfolgreich (› Erfolgsstatistik Kleinanzeigen, › Erfolgsstatistik Pferdeangebote). Das ist natürlich äußerst erfreulich.
Weniger erfreulich ist, daß mir vor einigen Wochen ein Fehler unterlaufen ist, der die Durchführung der Umfrage verhindert hat. Und da niemand so freundlich war, mich auf den Fehler hinzuweisen, fehlen in diesem Zeitraum jegliche Daten, was natürlich auch das Monatsergebnis verfälscht.
Da ich nur im Fall eines Kommentars per E-Mail benachrichtigt werde und diese relativ selten kommen, habe ich lange Zeit nichts bemerkt. Aber irgendwann ist mir doch aufgefallen, daß überhaupt niemand mehr sich die Mühe macht und ein paar Worte hinterläßt. Da lag natürlich der Verdacht auf einem Programmfehler nahe.
Ein kleiner Test brachte das Problem sofort zum Vorschein. Nun könnte man ja annehmen, daß alles in Ordnung sei. Davon bin ich auch ausgegangen. Aber wie auch immer - es reicht nicht, den Fehler dingfest zu machen und zu beseitigen, man muß sich auch davon überzeugen, daß die Reparatur korrekt ist. Und das habe ich wohl versäumt.
Aber glücklicherweise war ein paar Tage später eine Leserin so freundlich, mich auf das Problem aufmerksam zu machen. Mit anderen Worten: Erst machte sie sich die Mühe, einen Kommentar zu verfassen, und dann, mich zu benachrichtigen. Herzlichen Dank auch an dieser Stelle! Nun aber funktioniert es wieder.
Leserresonanz
Ich persönlich finde die Serie über die Geschichte der FN sehr spannend und lerne eine ganze Menge über unsere Geschichte allgemein, nicht nur über die Geschichte des Sports und der Zucht. Solange es keine Leserresonanz gibt, darf man annehmen, daß alle diejenigen, die die Artikel lesen, einverstanden sind. Wie viele das sind, ist freilich nicht auszumachen.
Das geht nicht nur mir so. Journalisten, die für Magazine, Radio und Fernsehen tätig sind, leiden sehr darunter, daß sie sozusagen in den Wald hineinrufen und nie etwas zurückkommt. Das liegt aber in der Natur der Sache, die Schriftsteller können ein Lied davon singen.
Neulich habe ich mich für einen Beitrag, den ich im Internet gefunden habe beim Autor bedankt. Daraufhin hat er sehr erfreut geantwortet und mich einen weißen Raben genannt, also ein sehr seltenes Tier. Denn laut Statistik hätten 67.000 Leser seine Artikel gelesen, aber nur ich hätte mich bedankt.
Wie gut! Man stelle sich vor, die Hälfte hätte den Autor angeschrieben! Er wäre ja nicht mehr zu seiner normalen Arbeit, vielleicht noch nicht einmal zu seinem wohlverdienten Schlaf gekommen! Die Eitelkeit schreit nach Anerkennung, aber wenn sie dann im Übermaß kommen sollte, ist ihr das auch nicht recht.
Man stellt also fest, daß die Welt wieder einmal vorzüglich eingerichtet ist. Wer möchte schon eine Weltberühmtheit sein, die sich nicht mehr in der Öffentlichkeit bewegen kann, die kein Privatleben mehr hat, die sich vor öffentliche Resonanz schützen muß, die Sekretäre einstellen muß, um das Publikum nicht zu enttäuschen?
Kritische, d. h. also negative Resonanz ist im allgemeinen alles, was man erwarten kann. Denn sobald etwas veröffentlicht wird, was jemandem gegen den Strich geht, wird Energie mobilisiert, die sich möglicherweise dann in Arbeit umsetzt und zu einem Leserbrief wird. Genau das ist in dieser Woche geschehen. Die Serie über die Geschichte der FN hat eine kritische Resonanz gefunden. Wunderbar!
Ich habe mich sehr darüber gefreut. Ich hätte mich sogar darüber gefreut, wenn ich selbst kritisiert worden wäre, aber hier geht es nur um die Sache, eigentlich um eine Ergänzung. Unter das ist natürlich ganz wichtig, denn mein Kopf ist beschränkt und schmalspurig und keinesfalls in der Lage, sämtliche Aspekte einer Sache auszuloten.
Hinzu kommt, daß ein jeder immer nur vor dem Hintergrund seiner eigenen Erfahrungen wahrnehmen und beurteilen kann. Die Autorin des Leserbriefs ist anscheinend in der Welt herumgekommen und kann Vergleiche ziehen, ganz anders als ich. Und deshalb ist diese Resonanz eine notwendige und vorzüglich Ergänzung, die dem Leser ein vollständigeres Bild vermitteln kann. Ebenfalls herzlichen Dank an dieser Stelle!

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