
| | W. Popken im Fenster Selbstportrait 08/2004 | | | | | Meine Meinung zu dem Buch: von › Werner Popken
Kennen wir Pferde? Wissen wir was ein Pferd ist, wie wir mit einem Pferd umzugehen haben? Angesichts der Bedeutung, die der Pferdesport in unserem Land und weltweit hat, erscheint diese Frage doch reichlich müßig.
Nicht nur gehen die Menschen seit vermutlich 5000 Jahren mit Pferden um, sondern viele Existenzen hängen nach wie vor vom Pferd ab. Hunderttausende beschäftigen sich allein in diesem Lande ausschließlich mit Pferden - da erscheint es doch recht unwahrscheinlich, daß es etwas geben sollte, was man in Bezug auf das Pferd nicht schon längst kennte.
Fachleute wohin man blickt, egal um welche Sportrichtung, Rasse oder Ausbildungsmethode es sich handelt. Merkwürdig nur, daß sich nicht alle einig sind. Vor allen Dingen, wenn es Probleme gibt. Und da Pferde nicht sprechen und sich auch sonst lautlich nicht äußern können, jedenfalls nicht, wenn sie Probleme oder Schmerzen haben, werden Reiter und Besitzer erst dann aufmerksam, wenn die Schwierigkeiten schon ganz erheblich geworden sind. Sei es, daß ein Pferd "widersetzlich" ist, sei es, daß es lahmt oder sogenannte Untugenden entwickelt.
Schnell stellt sich allzu oft heraus, daß Fachleute in diesen Fällen überfordert sind. Dann bleibt nur noch der Weg zum Schlachter. Zwar gibt es Experten, die in diesen Fällen helfen können. Sie genießen aber keinen guten Ruf und werden nur in Ausnahmefällen hinzugezogen. Ein anschauliches Beispiel haben wir neulich in Ausgabe 331 anläßlich eines Falles von › Hufrollenentzündung geschildert bekommen.
Die etablierten Fachleute fühlen sich durch diese Experten, die regelmäßig den Nachweis führen, daß die Fachleute keine Ahnung haben, selbstverständlich aufs äußerste bedroht. Dieser Sachverhalt ist nicht neu und nicht auf die Pferdewelt beschränkt. » Thomas Kuhn hat den Begriff "Paradigmenwechsel" populär gemacht, und zwar am Beispiel der Wissenschaftsgeschichte. Er wies nach, daß der Fortschritt gewissermaßen durch Revolutionen zustandekommt.
Die alte Garde hält an ihren Vorurteilen (Paradigmen] fest, blendet unlösbare Probleme aus und behindert den Fortschritt. Die junge Garde entwickelt ein neues Paradigma, das die Wirklichkeit besser beschreibt, kann sich aber nicht durchsetzen, weil die Macht fest in den Händen der alte Garde ist. Die stirbt aber eines Tages weg, und damit kann sich das neue Paradigma durchsetzen, welches selbstverständlich seinerseits danach trachtet, die eigene Macht bzw. Erkenntnis zu stabilisieren. Ein neuer Zyklus beginnt.
Diese Mechanismen sind nur allzu menschlich. Selbstverständlich greifen sie auch im Pferdebereich. Ein sehr schönes Beispiel haben wir zur Zeit in der Diskussion um das neue Hufbeschlagsgesetz (› Editorial Hufbeschlag). Die FN repräsentiert die alte Garde, mit ihr die Organisationen der Tierärzte und Hufschmiede, die im Verein mit der Regierung die Macht innehaben. Organisationen wie › BESW oder » VDHP stellen die junge Garde dar.
Alle Beweise nützen den jungen Revolutionären nichts. Man lacht über sie, man ignoriert sie, man schweigt sie tot, man dreht ihnen das Wort im Munde um, man diffamiert sie. Selbstverständlich lassen sie sich dadurch nicht kleinkriegen. Irgendwann werden sie sich durchsetzen, denn daß sie in der Sache rechthaben, können sie jederzeit nachweisen.
Zu diesen etwas tragischen Gestalten, die ein sehr schweres Leben haben, rechne ich die Autoren des vorliegenden Buches. Sie klagen an, aber gleichzeitig müssen sie sich rechtfertigen, denn sie werden angegriffen. Zwar werden diese Angriffe im Buch nicht weiter konkretisiert, aber man spürt doch, wie sie den Autoren zu schaffen machen. Das wird schon gleich in den ersten Sätzen des Vorwortes deutlich:
| Der Bedarf an Aufklärung und Information über die Vorderlastigkeit und die natürliche Schiefe von Pferden ist so groß wie nie zuvor. Die Diskussionen, die dazu in letzter Zeit immer häufiger geführt werden, zeigen, wie aktuell das Thema ist. In diesem Zusammenhang wird man unser Erstaunen verstehen können, wie wenig Pferdebesitzer, Ausbilder, Sattler, Schmiede und sogar Mediziner über die enormen Belastungen und fast dramatischen Bewegungsprobleme, die aus der nicht korrigierten Schiefe entstehen können, wissen. Aus diesem Grund haben wir die von uns im Laufe von vielen Jahren bei gut 4000 Pferden gemachten Erfahrungen in diesem Buch zusammengetragen. Weiterhin soll "Die Schiefen-Therapie®" auch als Fortsetzung und Erweiterung unseres Buches "Anatomisch Richtiges Reiten" dienen. Seit dem Erscheinen des ersten Buches im Jahre 1999 hat eine so einschneidende Weiterentwicklung stattgefunden, daß ein neues Buch erforderlich wurde.
Wir können uns gut vorstellen, daß man sich zunächst einmal berechtigterweise die Frage gestellt: Um was geht es bei der Schiefen-Therapie®? Dazu möchten wir unsere Arbeit erläutern. Wir beschäftigen uns seit über 25 Jahren sehr intensiv mit der natürlichen Schiefe des Pferdes und deren Auswirkungen. Dabei wurde uns immer klarer, daß man an dieses diffizile Thema nur ganzheitlich herangehen kann. Die Erkenntnis, welch großen Einfluß die Vorderlastigkeit gemeinsam mit der natürlichen Schiefe auf die physischen und psychischen Belange des modernen Reitpferdes hat, konnte nur bedeuten, daß die Zusammenarbeit von verschiedenen Experten für eine Therapie notwendig ist. Um all die heikle Fragen einigermaßen in den Griff zu bekommen, stand für uns sofort eine bestimmte Vorgehensweise fest. Um unseren Ansatz erklären zu können, entwickelten wir ein Gebäude und stellten auf diese Weise die Zusammenarbeit der notwendigen Fachleute bildlich dar. Seite 11 | | |
Diese Leseprobe zeigt außer der grundsätzlichen Verteidigungshaltung der Autoren ganz deutlich typische stilistische Eigenarten, die die Lektüre nicht gerade erleichtern. Immer wieder werden Füllsätze zwischengeschaltet, die den Leserfluß hemmen und in der Sache nichts beitragen. Hier zum Beispiel: "Dazu möchten wir unsere Arbeit erläutern." Ja bitte sehr, was denn sonst?
Die Autoren sind, wie die Vorstellung des Verlags zeigt, nicht durch herkömmliche Ausbildungssysteme vorgeprägt und damit eben auch nicht in ihrer Wahrnehmung beschränkt, sondern müssen wohl im wesentlichen als Autodidakten angesehen werden. Autodidakten zeichnen sich durch einen frischen Blick aus, oft aber auch durch das Gefühl der Unterlegenheit, das auch durch noch so große Erfolge nicht zu beseitigen ist.
In der Argumentation des zweiten Absatzes wird diese Verwirrung sehr deutlich. Wenn ich eine Erkenntnis habe, leite ich daraus keineswegs notwendigerweise ab, daß ich Experten hinzuziehen muß, schon gar nicht, wenn diese Experten regelmäßig in der Sache versagen. Wenn ich über 25 Jahre hindurch Erkenntnisse sammele, reift normalerweise ganz allmählich eine bestimmte Vorgehensweise. Sie steht keinesfalls sofort fest. Sofort seit wann bitte?
Unter dem Titel » Klaus Schöneich wird 70 fand ich folgenden Eintrag, der mir half, die Äußerungen einzuordnen:
| | Klaus Schöneich wird am 14. Juni siebzig. In der Anfangszeit ambitionierter Turnierreiter, beschäftigte sich Schöneich später vorrangig mit der Korrektur von schwierigen, verhaltens- und bewegungsauffälligen Pferden. In Zusammenarbeit mit Fachtierärzten und anderen Experten erforschte er, inwiefern Erkrankungen des Bewegungsapparats auf die so genannte natürliche Schiefe des Pferdes zurückzuführen sind. Aus diesen Kenntnissen entwickelte er gemeinsam mit seiner Frau Gabriele Rachen-Schöneich die Schiefen-Therapie - ein mittlerweile patentierter, fest mit dem Namen Schöneich verknüpfter Begriff. Seit 1996 betreibt das Ehepaar in Rheurdt am Niederrhein das Zentrum für Anatomisch Richtiges Reiten. | | |
Nehmen wir einmal an, daß es in diesem Lande viele Pferde gibt, denen durch die neue Methode geholfen werden kann und muß. Wenn es nur zwei Experten gibt, die in der Lage sind, diese Therapie auszuführen und zu unterrichten, weil sie sich die Rechte an diesem Verfahren auf welche Weise auch immer haben schützen lassen, außerdem ein halbes Dutzend Fachleute hinzugezogen werden müssen, kann man sich ausrechnen, wie selten und teuer eine solche Therapie sein muß. Damit ist klar, daß nur sehr wenige Pferde in den Genuß dieses Verfahrens kommen können.
Eine Eigentherapie durch den Leser ist nicht beabsichtigt. Im Gegenteil: Wenn das Pferd in einem relativ kurzen Zeitraum von drei Wochen durch die Autoren therapiert worden ist, muß anschließend der Besitzer durch ein mindestens einwöchiges Training selbst therapiert werden. Insofern muß das Buch als Marketinginstrument für die Therapie gelten.
Bleibt die Prävention. Dieses Buch könnte dazu beitragen, das Problembewußtsein zu wecken und Veränderungen im Ausbildungsbetrieb zu bewirken, die die Entwicklung von Problemen von vornherein verhindern und eine Therapie überflüssig machen. Dazu müßten die im Vorwort erwähnten Fachleute die Richtigkeit und Wichtigkeit der von den Autoren entwickelten Erkenntnisse einsehen und in ihre Arbeit einbeziehen.
Tatsächlich kommen Fachleute, mit denen die Autoren zusammenarbeiten, am Schluß des Buches in einiger Ausführlichkeit zu Wort. Einhellig unterstützen sie die Thesen der Autoren. Allerdings sind sie auch ausnahmslos den Autoren beruflich verpflichtet. Außerdem bezweifle ich, daß dieses Buch in den Kreisen dieser Fachleute einen nennenswerten Eindruck hinterlassen wird. Das wird vielleicht nicht zuletzt am Stil der Autoren liegen, der eine merkwürdige Mischung von Betulichkeit, Oberlehrerton und Umstandskrämerei ist. Ein Beispiel aus der Einleitung:
| Auch werden wir zum Ärger der einen oder anderen Gruppe den mahnenden Finger erheben müssen. Dann, wenn die ausschließliche Beschäftigung mit Symptomen, sprich Behandlungen, weg führt von der eigentlichen Sprache zwischen Mensch und Pferd: dem Training und der vernünftigen Arbeit. Hier ist ein konstruktiver Ansatz notwendig, denn man kann es sich nicht erlauben, tatenlos zuzusehen. Seite 17 | | |
Ich schlage auf einer beliebigen anderen Seite auf und wähle einen beliebigen Absatz, der mir gerade ins Auge springen:
| Hier fragen wir uns, ob die Pferde wirklich alle so unkonzentriert oder büffelig sind, oder ob Ihre Reaktion nicht eher mit dem ständigen Verlust ihres Schwerpunktes zusammenhängt. Wir predigen hier nicht der seichten, hätschelnden Tour das Wort, aber wir möchten anregen, darüber einmal nachzudenken. Eine allzu menschliche Reaktion tritt oft dort ein, wo die Kenntnis über den Einfluß des Schwerpunktes und damit über die natürliche Schiefe fehlt. Seite 63 | | |
Ein weiterer beliebig gewählter Abschnitt, der jetzt ganz konkrete Anweisungen gibt:
| Die Hilfen sind die gleichen, wie wir es oben bereits erklärt haben. Innenstellung, dann Anheben der Schulter, Entlastung durch Sitzen auf dem inneren Sitzbeinhöcker, um den Schwerpunkt in den äußeren Schenkel verlagern zu können. Wichtig ist, daß der Reiter ebenfalls seine rechte Schulter zurücknimmt. Anlehnen des linken Rippenbogens an den linken Schenkel. Eine ganz wichtige Bedeutung bekommt jetzt das rechte Knie. Im Moment des Anhebens der rechten Schulter wird dieses Knie durch Druck die Rücknahme des Schwerpunktes unterstützen. Denken Sie in diesem Zusammenhang darüber nach, daß der Schenkel auf die Hinterhand wirkt, das Knie aber auf die Schulter. Was machen die Zügel? Der äußere Zügel, der die Außenstellung "geholt" hat, bleibt fixiert, während der innere Zügel die neue Innenstellung fordert. Jetzt folgt das Loslassen. Das Ganze ist eine ideale Vorbereitung für die Anlehnung an den äußeren Zügel. Dabei bringen sie dem Pferd bei, sich langsam an den äußeren Schenkel und äußeren Zügel zu gewöhnen. Seite 114 | | |
Kann man so etwas aus einem Buch lernen, selbst wenn es mit vorzüglichen Abbildungen, vorzugsweise Schemazeichnungen, begleitet ist? Vermutlich nicht. Vielleicht ist die Aufgabe dieses Buches, die Botschaft einer Problemlösung zu verbreiten, die zunächst in die Köpfe und dann in den Markt gelangen muß. Denn die Schwierigkeiten aus der Praxis, denen die Autoren mit ihrer Therapie begegnen wollen und können, scheinen zu wachsen. Die Autoren begründen das mit dem züchterischen Fortschritt.
| Beim Warmblutpferd scheint es der Zucht gelungen zu sein, die Bewegungsfähigkeit der Tiere deutlich zu erhöhen. Das zeigt sich in der veränderten Motorik der Hinterhand. Das moderne Reit- und besonders das Sportpferd besitzt die Fähigkeit, sich enorm vorwärts zu bewegen. Was bedeutet das?
Die Zucht hat das Pferd "modernisiert", um den hohen Anforderungen im internationalen Wettbewerb gerecht werden zu können. Züchter haben sich darauf eingerichtet, das Erfolg nur mit außergewöhnlichen Zuchtergebnissen zu erreichen ist. Nun muß man gleichzeitig davon ausgehen, daß bei diesen hochmotorischen Pferden auch erhöhte Anforderungen an ihre Ausbildung gestellt werden. Leider scheint das nicht zu passieren. Auf jeden Fall können wir das bei den Pferden, die mit Problemen in unser Zentrum kommen, nicht feststellen.
Wir stellen hingegen fest, daß sich bei diesen hochmotorischen "Hinterhändlern" die Vorderlastigkeit und die natürliche Schiefe verstärken, anstatt daß sie im Laufe der Ausbildung reduziert werden. Kann man die dadurch entstehenden Zentrifugal- und Scherkräfte - wir beschäftigen uns noch ausführlich damit - mit den landläufige Ausbildungsmethoden überhaupt noch kontrollieren? Kann man sich bei diesen modernen Pferden noch erlauben, das Vorwärtsreiten weiterhin verstärkt in den Mittelpunkt zu stellen?
Schon stellt sich die Frage: Kann man das moderne Pferd noch genauso reiten, wie wir es vor 50 Jahren praktiziert haben? Warum haben die Pferde heute viel mehr Bewegungsprobleme, denken wir nur an die vermehrt auftretenden Knieprobleme? Warum gibt es immer mehr Therapeuten, die sich der Behandlung von immer den gleichen Bewegungsproblemen widmen? Immer häufiger entstehen Bewegungsprobleme bereits in den Anfangsphasen der Ausbildung. Lesen wir einmal die Fachpresse genau - auch zwischen den Zeilen - mit ihren Interviews über den ausbleibenden Erfolg der sonst so erfolgreichen Sportler. Nachdenklich muß einen doch vor allem das stimmen, wenn sich verschiedene Fachleute und Trainer, die ein Pferd betreuen, einfach nicht erklären können, warum dieses hochtalentierte Pferd nun seit Monaten beispielsweise taktunrein geht. Woran kann das liegen?
Wird nicht teilweise eine reelle Ausbildung durch immer neue Behandlung ersetzt? Wenn Ratlosigkeit entsteht, wenn immer die gleichen Schlagworte für Verspannungsursachen herhalten müssen, dann wird es Zeit, an die Ursachen heranzugehen. Wenn immer der dritte und der fünfte Halswirbel als Feigenblatt für nicht Erklärbares herhalten müssen, wenn man die wahren Ursachen und Zusammenhänge nicht herausbekommt, dann sollte man sich langsam fragen: Was tun wir da? Seite 19-21 | | |
Wenn die Autoren nicht mehr selbst therapieren, sondern Therapeuten ausbilden und diese Therapeuten wieder Therapeuten ausbilden, kann man vielleicht in ein paar Jahren Pferden in einem nennenswerten Umfang helfen. Dann wird sich vielleicht auch ein Wandel in der Ausbildung vollziehen, so daß sich die Anzahl der Pferde, die durch falsche Behandlung in Schwierigkeiten kommen, automatisch reduziert.
Am überzeugendsten fand ich die Berichte der Pferdebesitzer, die ganz verzweifelt waren, bis sie auf die Autoren gestoßen sind. Denn die konnten ihnen und ihren Pferden helfen. Solche Geschichten liest man natürlich immer gern. In Zeitschriften ist dieses Verfahren durchaus üblich. Daß Zeugnisse in ein Buch aufgenommen werden, ist hingegen sehr ungewöhnlich. Ich habe die Aussagen der Fachleute und der zufriedenen Kunden als einen weiteren Versuch wahrgenommen, die Schwierigkeiten, denen sich die Autoren ausgesetzt sehen, zu überwinden. Wenn einem keiner glaubt, muß man es eben zu beweisen versuchen.
Diese Kundenberichte sind allesamt sehr interessant. Am Bedeutendsten ist vermutlich die Aussage der Berufsreiterin Doris Schwab aus der Schweiz. Sie ist Fachmann und Kundin zugleich. Allein die Tatsache, daß sie die weite Reise von der Schweiz an den Niederrhein mit ihren Pferden auf sich genommen hat, ist Beweis genug, wie wichtig die neuen Erkenntnisse und Methoden sind, die ihr durch die Autoren vermittelt werden konnten.
Vielleicht löst sich eines Tages der Knoten auf diese Art und Weise schlagartig: Wenn ich lese, daß Weltklassereiter auf Sichtungsturnieren mit Widersetzlichkeiten zu kämpfen haben, muß die Not sehr groß sein. Und wo die Not groß ist, da greift man auch zu ungewöhnlichen Maßnahmen und vertraut sich jemandem an, den man sonst anfeinden würde. Wenn nun einem Supersportler und seinem extrem teuren Pferd grundlegend geholfen werden kann, wird sich das natürlich sehr schnell herumsprechen. Infolgedessen würden die Methoden und Erkenntnisse aufgewertet und der Widerstand gegen die Urheber abgebaut werden.
Ich wünsche diesem Buch, daß es in dieser Weise wirken möge.
erschienen 04.09.05
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