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Bericht Zu den Themen  Besamung,  Zucht · Rheinlandbastard
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Eine Sonderrolle spielte wohl Norwegen, wo viele Soldatenkinder geboren wurden, die nach dem Kriege unter entsprechender Diskriminierung litten, wofür sich der norwegische Ministerpräsidentin erst 1998 entschuldigt hat. Damit sind wir aber bei einem anderen Thema: Soldatenbräute. Kennen Sie den Ausdruck "Rheinlandbastard"?

Rheinlandbastard ist eine Bezeichnung, die in Deutschland zur Zeit des Nationalsozialismus verwendet wurde, um Kinder afrikanischer und deutscher Mischabstammung zu beschreiben. Nach den rassischen Theorien der Nazis galten diese als minderwertig und wurden zwangssterilisiert.

Die Bezeichnung Rheinlandbastard kann zurück in die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg verfolgt werden, als französische Truppen das Rheinland besetzten. Einige dieser Truppen stammten aus den Kolonien Frankreichs in Afrika. Eine Handvoll deutsche Frauen heiratete Soldaten der besetzenden Kräfte, während andere Frauen ihre Kinder auch ohne Trauung empfingen.

In Mein Kampf beschrieb Adolf Hitler diese Kinder als "Beleidigung" für Deutschland. Er verabscheute die deutschen Frauen, die diese Kinder gebaren.

Allerdings waren die meisten Schwarzen in Deutschland Kinder der deutschen Kolonisten in Afrika, die entweder lokale Frauen heirateten oder Kinder mit ihnen hatten. Mit dem Verlust der Kolonien nach dem Ersten Weltkrieg kamen einige der Kolonisten mit ihren Mischfamilien nach Deutschland zurück.
» Rheinlandbastard

So sieht das also aus: Die Frauen, die sich mit den Besatzern einlassen, müssen die Suppe auslöffeln, die sie sich damit einbrocken, und die Kinder dazu. Das ist natürlich sehr schlecht, außerdem vermutlich unpraktikabel, weil aufwendig. Deshalb gibt es dafür eine Patentlösung. Wußten Sie, daß alle Armeen Bordelle einrichten und die Soldaten gehalten sind, diese auch zu benutzen? Wußten Sie, daß beim Einsatz im Kosovo von dieser Regel abgewichen wurde, was zu Verwicklungen führte, weil die Soldaten dann zu normalen Prostituierten gingen, die angeblich zu ihrer Tätigkeit gezwungen wurden und deshalb bei ihren deutschen Kunden um Hilfe gefleht haben, was diese jedoch bestreiten (» Zwangsprostitution)? Oh, oh, oh, dieses Thema hat so viele Fettnäpfchen - wenn ich das gewußt hätte! Die hier angegebenen Quellen (und einige mehr) habe ich alle durchlesen müssen! Welch Abgründe menschlichen Seins!

Der Gedanke der Zuchtwahl bzw. zumindest der Einflußnahme auf die Reproduktionstätigkeit der Bevölkerung war aber von den Nazis nur übernommen. Bereits um die Jahrhundertwende bildeten sich weltweit Gesellschaften, namentlich in den USA und den skandinavische Staaten, die bis weit nach dem Zweiten Weltkrieg tätig waren. Die radikale Ansätze der Nationalsozialisten wurden von diesen Gruppen verständlicherweise begeistert begrüßt. Noch in den siebziger Jahren wurden in den USA und Europa Zwangssterilisationen vorgenommen, an "Minderbegabten", Indianern, » Jenischen, selbst in "Musterländern" wie Schweden, Finnland, Schweiz (» Rassenhygiene, Entwicklung nach 1945; » Verdingung). Haben Sie schon einmal etwas von den Jenischen gehört? Lesen Sie einmal nach!

Es waren aber nicht nur völkische Kreise, die diesen Ideen nachhingen, sondern auch sozialistische, sozialdemokratische, liberale und christliche. Die Idee, eine hochbegabte Menschenrasse zu züchten, wurde von Galton bereits 1869 formuliert (» Rassenhygiene). Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die "Menschenökonomie" erfunden. Die Frage "Was kosten schlechte Rasseelemente den Staat und die Gesellschaft?" wurde 1911 durch ein Preisausschreiben diskutiert. Die wirtschaftliche Katastrophe Ende der zwanziger Jahre heizte die Diskussion nochmal deutlich an; die Debatte um die Kosten des Gesundheitswesens ist also nicht so neu, wie sie uns vorkommen mag. Auch die Diskussion um die Euthanasie lebt wieder auf (siehe zum Beispiel » Das Recht zu sterben).

Dieses Thema findet ebenfalls seine Entsprechung in der Pferdezucht. Pferde werden in wesentlich stärkerem Maße als Menschen unter ökonomischen Gesichtspunkten betrachtet; und ebenso wie diese werden sie alt und krank, unbrauchbar, unnütz. Und da stellt sich die Frage nach dem Ende. Genau wie bei Fragen der Zucht gibt es auch beim Ende von Tieren wesentlich weniger Probleme. Tiere werden fraglos erlöst, wenn sie nur noch leiden müssen. Das glaubt man ihnen schuldig zu sein.

Merkwürdigerweise scheinen die ethischen Probleme beim Ende des Lebens der Menschen wesentlich größer zu sein als beim Anfang. Anders als Tiere, die sich nicht selbst äußern können und für die der Mensch entscheiden muß, können kranke Menschen unter Umständen für sich selbst entscheiden - aber sie dürfen nicht (siehe Reportage » "Ich will nur fröhliche Musik"). Diese Entscheidungsgewalt des Menschen für das Tier wird nirgendwo in Frage gestellt. Der Mensch darf das Tier selbst dann dem Tod überantworten, wenn es noch beschwerdefrei leben könnte. Das Pferd ist rechtlich gesehen nämlich eine Sache, über die der Besitzer nach Belieben verfügen darf - eingeschränkt lediglich durch das Tierschutzgesetz.






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