| | | Galopp rechts, zu wenig Versammlung, zu wenig "bergauf" |  |  |  |
| | | | Geraderichtung eines links hohlen Pferdes: linke Hand, lange Seite renversartig |  |  |  |
| | | | Geraderichten eines rechts hohlen Pferdes: linke Hand, lange Seite schulterhereinartig |  |  |  |
| | | | Geraderichten eines rechts hohlen Pferdes: rechte Hand, lange Seite renversartig |  |  |  |
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2. April 2009 Hallo NORA, letzte Woche erhielt ich eine weitere CD von Dir und KORALLE Das Zurückführen von KORALLE vom Galopp direkt in den Schritt, statt wie bisher über den Trab ist noch nicht so ganz das gelbe vom Ei, wie ich sehe. Auch zu diesen schwierigeren halben Paraden noch ein paar Tipps: DIE PARADEN VOM GALOPP ZUM SCHRITT Ohne ein gewisses Maß an Versammlung im Galopp wird Dir eine Galopp-Schritt-Parade nicht oder nur fehlerhaft gelingen. Andererseits kannst Du gerade über solche Paraden die Versammlung verbessern. Übe also häufig zuvor die leichteren Paraden - vom Galopp in den Trab, vom Trab in den Schritt, und vom Trab zum Halten - und verbessere nebenbei damit auch die Versammlung. Und erst danach, wenn diese vorbereitenden Paraden flüssig gelingen und sich KORALLE auf das Thema 'Paraden' eingestellt hat, übe die Paraden vom Galopp zum Schritt. Auch die Schiefe, beziehungsweise die Geraderichtung des Pferdes spielt bei den Paraden zum vom Galopp zum Schritt und vom Trab zum Halten eine große Rolle. Entsprechend der leichten Stellung und Biegung, die der Galopp vom Pferd fordert, wird auch dessen Anlehnung an den äußeren Zügel bei der Parade vom Galopp zum Schritt etwas deutlicher sein. Bei Paraden zum Halten, die stets auf gerader Linie erfolgen müssen, sollen außer den Paraden aus dem Galopp beide Hände gleichviel Anlehnung spüren. Bei einem schief gehenden Pferd ist das nicht der Fall. Eine kleine Eselsbrücke ist auch hier gestattet: macht sich das Pferd zum Beispiel rechts hohl, dann denke bei der Parade zum Halten aus dem Trab an leichtes Schultervor links. Mit den ganzen Paraden vom Galopp zum Halten hat es noch Zeit. Du kannst sie erst üben, wenn Dein Pferd eine deutlichere Versammlung im Galopp zeigt und zwar auf beiden Händen! Übrigens: Du erkennst auch hier wieder, wie wichtig das Verständnis für die Seitengänge ist, auch schon während der Grundausbildung. Sie andeutungsweise wenigstens im Schritt reiten zu können, ist für Reiter in Deiner Situation, die ohne professionelle Hilfe ein Pferd ausbilden möchten, unverzichtbar. Seitengänge sind durchaus kein Selbstzweck, um sie vorführen zu können, sondern sie sind ein wirksames Korrekturmittel, vor allem bei der Schiefe eines Pferdes. Allerdings würde ich Dir raten, auf Seitengänge im Trab vorerst zu verzichten, das würde Dein Können und auch das von KORALLE wahrscheinlich überfordern und nur Schaden anrichten. Eine Parade nehmen manche Pferde besser an, wenn man die Schenkel etwas weiter zurück nimmt, aber nicht so weit, dass man dabei in den sensiblen Bereich der Bauchwand kommt, worauf sie ärgerlich reagieren. Schweifschlagen zeigt Dir das unter anderem an. Die passend etwas weiter zurück genommenen Schenkel allerdings wirken verzögernd auf die Vorwärtsbewegung. Jeder Reiter kennt das 'sich Verhalten' des Pferdes auf zurück liegende, klemmende Schenkel, die das Pferd sogar zum Steigen verleiten können. Diese Wirkung kann man sich bei den Paraden vorteilhaft zu Nutze machen, wenn man sie nicht übertreibt. Das Wie Viel? muss man von Pferd zu Pferd neu ausprobieren. Bei Pferden, die im hinteren Bereich der Bauchwand sehr schenkelempfindlich sind, sollte man das aber gar nicht erst probieren. Bei ihnen ist es besser, die Schenkel zur Parade nur lang zu machen und die Bügel verstärkt auszutreten. Allerdings darf man die Bügel dabei nicht nach vorne zur Schulter schieben. Auf das ihnen bekannte Signal 'beide Schenkel lang, der Reiter richtet sich auf' reagierten alle Pferde, die ich geritten habe, zuverlässig zur halben und zur ganzen Parade, wenn sie es einmal verstanden hatten. Eine Unterstützung mit den Zügeln war nur soweit nötig, als meine Hände gegen eventuellen Druck des Genicks vom Pferd ruhig stehen blieben (bei beidseitig 'wachem' Schenkel) bis dieser Druck gebrochen war, beziehungsweise bis sich das Pferd 'von der Hand abgestoßen' hatte. In keinem Fall dürfen die Hände bei halben oder ganzen Paraden rückwärts ziehen.
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