Wochenmagazin · Die ganze Welt der Pferde
10. Jahrgang · aktuell  Ausgabe 505

   Magazin 
    › Pferdemarkt    › Anzeigenmarkt    › Messe

 Archiv

 Pferd verkaufen

 Anzeige aufgeben

 Mediadaten

 


 
interessant: » Arnulf Rating - Mogelpackungen

 News: FN-aktuell vom 27.11.08
 Presse-Info: CHIO Aachen ...
 Termine und Presseakkreditierungen


    Magazin: jeden Montag neu
Neu:   Dominanz und Co.
Über den Umgang mit dem Sozialtier Pferd
Hallo   Pferdefreund!

   

  Menü    Hilfe-FAQ    Login    Newsletter     Bücher    Notizen    Presse    Termine  TV

 
  Heute neu
  Magazin 
  Pferdemarkt
  Anzeigenmarkt
  Messe
  Artikel
 Archiv
 Bachblüten
 Berichte
 Editorials
 Kunstgalerie
 Rasseportraits
 Rezensionen
 Tips
 Titelgalerie
 Zufallstitel
 Bildmaterial
 Bildschirmschoner
 Cartoons
 Comics
 Fotoalben
 Kalender
 Postkarten
 Poster
 Puzzles
 Informationen
 EWU-Presseticker
 FN-aktuell
 FN-Ergebnisdienst
 FN-Presseticker
 FN-Turniervorschau
 Leserbriefe
 Links
 Pferdenamen
 Presseinfos
 Suchstatistik
 Terminliste
 Terminkalender
 Zitate
 Besucheraktionen
 Anzeige aufgeben
 Login
 Link eingeben
 Newsletter-Abo
 Notizen
 Pferd verkaufen
 Presseinfo neu
 Termin eingeben
 Hilfe + Antworten
 Einführung
 FAQ
 Übersicht
 Geschäftliches
 Autorenhinweise
 Bannerwerbung
 Bildwerbung
 Impressum
 Konditionen
 Kontaktformular
 Mediadaten
 Service
 Textwerbung
 
Galeriebeitrag Ausgabe 184.08 · Herberge
 Menü Galerie
 Herberge 
 Komposition  Botschaft  Quellen
 Übersicht  Vorschau  Editorial   Suche
Inhaltsmenü
  Gesamttext   Druckversion   Lesezeichen
  Magazin
  Magazin

  voriger Galeriebeitrag   Übersicht Kunstgalerie   nächster Galeriebeitrag   Ausgabe 184


Copyright wie angegeben
Rembrandt van Rijn, Niederlande
Der barmherzige Samariter bei der Herberge
1633, 25,4x20,3 cm, Radierung, Zustand IV
signiert und datiert: Rembrandt inventor et fecit
Amsterdam, Rijksprentenkabinet

Im   ›  Galeriebeitrag 183 haben wir gesehen, wie Rembrandt 1644 den Beginn des Gleichnisses vom barmherzigen Samariter in einer Zeichnung geschildert hat.

Hier sehen wir, wie der elende Mann vom Pferd gehoben wird, das ihn treu zur Herberge getragen hat, wo er wieder gesundgepflegt werden soll.

Die Radierung ist ziemlich groß, etwa A4, im Buch in Originalgröße abgebildet. Auffällig die Lichtverteilung, wobei der Vordergrund dunkel, der Hintergrund hell ist.

Auch ohne Konstruktionslinien sieht man sofort die beiden Diagonalen, in deren Schnittpunkt der Held der Geschichte aufscheint.

Durch die eine Diagonale betont und weit im Vordergrund prominent plaziert ein Hund, der unmißverständlich einen großen Haufen produziert. Das ist Rembrandts freie Erfindung und nicht in der Bibel überliefert.

Rembrandt van Rijn, 1606-1669
ist nicht nur als Maler, sondern auch als Zeichner und als Radierer berühmt. In jeder Hinsicht wurde seine Kunst im Laufe seines Lebens größer, tiefer und freier. Er ist das Musterbeispiel eines Menschen, der offensichtlich gereift ist, obwohl oder vielleicht gerade weil er kein leichtes Leben hatte. Rembrandt hat im Laufe seines Lebens alles erreicht und alles verloren. Seine Kunst hat darunter aber nicht gelitten.


Kommentar · 05.10.2002
Von  Werner Stürenburg

Copyright wie angegeben
Ausschnitt
Copyright wie angegeben
Öl auf Holz, 27,5 × 21 cm.
London, Wallace Collection
Der Hund ist irritierend und die Frage, was der Künstler sich dabei gedacht hat, meines Wissens nicht zufriedenstellend beantwortet. Er relativiert jedenfalls die hehre Geschichte und stellt sie mitten in das alltägliche Leben.

Auf eine sehr drastische Weise, das gebe ich zu, aber vielleicht muß man manchmal zu drastischen Mitteln greifen, um ein Gegengewicht zu schaffen zur Aura einer Geschichte, die durch die Wiederholung und Überhöhung unwirksam und ungreifbar wird.

Auch andere Stellen des Bildes lassen sich so lesen, etwa der neugierige Zuschauer links im Bilde, die Frau am Brunnen rechts hinten, die nicht einmal aufmerksam wird, der Junge, der das Pferd hält, der Wirt, der die Verhandlung mit dem Samariter führt, selbst der Helfer, der den Verletzten vom Pferd hebt: sie alle tun ohne Aufhebens ihre Pflicht, nichts Besonderes scheint sich zu ereignen, das Leben geht einfach weiter.

Das gilt insbesondere für das Pferd, das wieder, wie schon in der   ›  Zeichnung  der letzten Woche, frei herausgestellt ist und die Basis für das Geschehen abgibt. Das Pferd ist einfach treuer Diener, es schaut unglaublich wach den Betrachter an, läßt die Unterlippe hängen und zeigt die Zähne.

Lediglich die Stellung der Hinterbeine läßt etwas zu wünschen übrig. Besonders das rechte Hinterbein müßte nach meinem Empfinden etwas mehr nach vorn, was noch nicht einmal die Komposition stören würde - aber wer bin ich, daß ich das sagen darf?

Rembrandt hat dasselbe Motiv in derselben Größe in einem früheren Gemälde behandelt, wo es natürlich seitenverkehrt erscheint. Dort fehlt der Hund und der sonstige Kleinkram in der rechten unteren Ecke; der Rest ist fast identisch.

Ich kann es nachvollziehen, daß er da was hinhaben wollte. Das undefinierte Dunkle in der linken unteren Ecke des Gemäldes kann nicht überzeugen. Das Pferd ist durch seine Farbe noch mehr herausgehoben, schaut auf dem Gemälde den Betrachter aber nicht direkt an.

Wie in der Radierung steht der Pferdejunge zwar mit gespreizten Beinen in der Gegend, als wollte er sich nicht umwerfen lassen, das Pferd aber macht gar nicht den Eindruck, als müßte es festgehalten werden, und in der Tat hängt der Zügel in beiden Varianten deutlich durch.

Warum hat Rembrandt das Gemälde wiederholt? Einmal sicherlich, um Geld zu verdienen. Eine Auflagengrafik ist billiger, mehr Leute können sie sich leisten, und durch simple Multiplikation kommt schließlich doch ein ganzer Batzen zusammen.

Zum anderen denke ich, wird das Motiv nicht nur Rembrandt gut gefallen haben, sondern auch dem Publikum, und zwar genau so, wie es auf dem Gemälde erscheint. Deshalb die ziemlich genaue Wiederholung: das Publikum braucht sozusagen eine Reproduktion, der Künstler fühlt sich wohl mit seinem Werk und gibt sich alle Mühe, die Wirkung auch in der so gänzlich anderen Technik zu erzeugen.

Der Hund wird für das Publikum seiner Zeit genausowenig wie für ihn selbst anstößig gewesen sein. Erst spätere Zeiten haben sich darüber aufgeregt, wie überhaupt seine Art als sehr derb empfunden wurde, weshalb er nach seinem Tode sehr schnell für 200 Jahre in Vergessenheit geriet.





nächster Abschnitt:   Komposition     Gesamttext     Druckversion





AddThis Social Bookmark Button


Galeriebeitrag Ausgabe 184.08 · Herberge
 Menü Galerie
 Herberge 
 Komposition  Botschaft  Quellen
 Übersicht  Vorschau  Editorial   Suche
Inhaltsmenü
  Gesamttext   Druckversion   Lesezeichen
  Magazin
  Magazin



  Home     Anfang     Menü     Druckversion     Drucken     Empfehlen     als Startseite

   Magazin 
    › Pferdemarkt    › Anzeigenmarkt    › Messe

 Archiv

 Pferd verkaufen

 Anzeige aufgeben

 Mediadaten


 Anfang  Autorenhinweise  Mediadaten  Kontakt   ›Impressum  Konditionen     Leserbrief
Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe / E-Mails zu veröffentlichen. (Bitte teilen Sie uns mit, wenn Sie mit einer Veröffentlichung nicht einverstanden sind)

http://xmesse.de

 
» Workshop OOP
 
 
 

http://www.maxthon.com

 
» Maxthon
 
Die Adresse dieser Seite: pferdezeitung.com/Galerie/184
Es ist jetzt der 05.12.2008, 09:29, GMT +01:00
Konsequent in alter Rechtschreibung - ausgenommen Fremdautoren.
Der Herausgeber ist nicht verantwortlich für Leserbeiträge und die Inhalte externer Internetseiten.
Tip: Deutsch/Englisch-Übersetzung: » dict.cc


Lobback

 

  Peitschenmacher

 
 
 

Westphalen

 

  Rechtsanwalt Eduard Graf v. Westphalen

 
Zum  Pferd:  Pferde-Messe ·  Pferdemarkt ·  Pferdekauf ·  Pferdeverkauf
Verantw. im Sinne des Pressegesetzes: Dr. Werner Popken
©1999-2008 · ISSN 1437-4528 · Statistik:  Übersicht
0049(0)5744-5115-74   0049(0)5744-5115-75   0049(0)151-2327 3955
ISIS GmbH & Pferdeverlag · Hauptstr. 13 · 32609 Hüllhorst
Germany · HRB 2627 AG Bad Oeynhausen · USt-Id DE811992532


  German Friendships - Bexter Hof
Völkerverständigung und Begegnung junger Menschen

  Aus Ausgabe 505 unseres Wochenmagazins: Angebot der Woche 08-49
z.B.   Mähler/08-49: Pinot Noir Pferdeportraits nach Ihrer Fotovorlage Wenn Sie Ihr Pferd von mir portraitieren ...