
| | W. Popken im Fenster Selbstportrait 08/2004 | | | | | Meine Meinung zu dem Buch: von › Werner Popken
Das Buch ist ein schmales Bändchen, gerade richtig dimensioniert für die heranwachsenden Mädchen, an die es sich richtet. Auf den Fotos sieht man zuweilen junge oder auch schon ältere Frauen, überwiegend aber tatsächlich Teenies.
Auch die Aufmachung wird der Zielgruppe gefallen. Wenn es dieses Buch damals schon gegeben und ich davon gewußt hätte, wären meine Töchter sicher in den Genuß der Lektüre gekommen.
Bekanntlich ist Reiten nicht ungefährlich, und obwohl Kinder und Jugendliche leichter fallen und sich weniger dabei tun, gibt es reichlich Gefahrenmomente im Gelände, wo andere, unbeteiligte Personen in Mitleidenschaft gezogen werden können.
Deshalb sind einfache, bewährte Regeln höchst willkommen. Zum Beispiel zeigt S. 19 ein großes Foto, auf dem ein junges Mädchen seinem Fjordpferd einen alten Trecker zeigt und diesen beschnuppern läßt. Bildunterschrift: "Zeige deinem Pferd die Dinge, vor denen es Angst hat."
Das Fjordpferd hat übrigens eine phantastische Frisur. Die weißen Streifen sind in Abständen bis auf das Fell geschoren, so daß der schwarze Mittelteil auch von der Seite aus zu sehen ist und die weißen Partien wie Zähne wirken. Für schicke Frisuren sind Mädchen immer zu haben...
Das Buch stellt aber nicht nur die wichtigen Fragen und vermittelt die nötigen Kenntnisse, immer wieder sind auch Tests eingestreut, die am Ende des Buches aufgelöst werden. Beispiel (S. 27):
| 6. Dein Stallbesitzer weiß, wie gut du reitest und bittet dich, eine Anfängergruppe ins Gelände zu begleiten. Was tust du? a) Ich weigere mich, weil ich weiß, daß die Anfänger noch nicht genug können. b) Ich bin zwar nicht begeistert, stimme aber zu. Wenn wir nur Schritt reiten, wird schon nichts passieren. c) Ich bitte eine Freundin, mir beim Begleiten der Anfänger zu helfen. | | |
Der Buchumschlag stellt die Praxistipps heraus. Ein Beispiel (S. 34):
| SO MACHST DU DEINEM PFERD MUT!
Wenn du beim Ausritt etwas entdeckst, vor dem dein Pferd wahrscheinlich scheuen wird - zum Beispiel Silageballen am Feldrand oder eine Plastiktüte im Graben -, sieh kurz hin und schau dann betont weg. Würdige die Ballen oder die Tüte keines zweiten Blickes. Dein Pferd spürt diese Reaktion und sagt sich: Wenn sogar mein Reiter diesen Gegenstand so uninteressant findet, daß er nicht einmal hinsieht, dann muß das Ding wohl harmlos sein. | | |
Selbstverständlich ist das Buch mit vorzüglichen Fotos illustriert und macht so richtig Lust darauf, die Träume der Mädchen umzusetzen.
erschienen 31.08.03
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