Vorbemerkung Von Werner Stürenburg In der letzten Ausgabe haben wir bereits Fotoreihen gesehen. Zu dieser Ausgabe habe ich einen Bildschirmschoner produziert ( Tinker Eddy), der anders gebaut ist als sonst. Die Bilder werden nicht überblendet und sie stehen nicht 10 Sekunden, sondern nur eine. Damit kann man die Bewegungen ganz gut beobachten und nachvollziehen. | |
Kommunikation über eine spezielle Art wie beispielsweise über akustische Signale kann natürlich nur dann funktionieren, wenn auch die entsprechenden Sinnesorgane vorhanden sind, um die Botschaften auszuwerten.
Die Grundvoraussetzung für Schall-orientierte Verständigung ist durch das Vorhandensein der Ohren bei Equiden erfüllt. Wie gut ist aber das Hörvermögen und die Leistungsfähigkeit des Pferdegehirns, die Schallsignale zu verarbeiten?
Nach wissenschaftlichen Untersuchungen reicht das Hörvermögen der Equiden von niederfrequenten geophysikalischen Vibrationen (Frühortung von Erdbeben) bis zu Tönen im Bereich von 25 kHz.
Dank der beweglichen Ohrmuscheln, die einzeln von jeweils 16 verschiedenen Muskeln gesteuert um fast 180 Grad gedreht werden können, ist die Fernortung der Schallquelle erheblich schärfer als beim Menschen.
Umfangreiche Tests mit Pferden belegen außerdem, daß deren Gehör hochempfindlich und damit weit feiner und sensibler ist als das menschliche.
Außer den Hinweisen, daß ein Pferd freundlichen Worten auch freundlich lauscht und bei zu laut oder zu hart ausgesprochenen Anweisungen die Ohren verunsichert wegdreht, ist in der Literatur aber leider wenig zu finden.
Pferde verstehen nicht den Wortsinn infolge der Buchstabenkombination, sondern nur die darin verschlüsselte Botschaft anhand des Klangspektrums.
So werden sich viele Reitschüler an ihre Anfangsstunden zurück erinnern können, wo altgediente Schulpferde Befehle und zusammengesetzte Anweisungen des Reitlehrers so präzise ausgeführt haben, daß schon sehr frühzeitig der Irrglaube da gewesen ist, tatsächlich und selbständig reiten zu können.
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