|  | Heinz Pollay / Kronos, Olympiade 1936 Goldmedaille Einzel- & Mannschaft |  |  |  |
Olympische Spiele Berlin 1936 Gleichschaltung von Sport und Zucht im Dritten Reich von Werner Popken
Zum Thema Jubiläum |
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Die letzte Ausgabe habe ich mit den Triumphen deutscher Reiter bei den Olympischen Spielen 1928 in Amsterdam und der Aussicht, deutsche Pferde im Ausland besser vermarkten zu können, beschlossen ( Pferdezucht).
» Carl-Friedrich Freiherr von Langen hatte sich in den zwanziger Jahren als überragender Reiter entwickelt. Nach Publikation der Ausgabe habe ich noch etwas sorgfältiger recherchiert und einiges herausgefunden. So z. B. einen Beitrag, der sich in Original nicht mehr findet, sondern nur noch im Cache von Google:
| In einem der hochklassigsten Dressur-Wettbewerbe der olympischen Geschichte verwies von Langen-Parow mit seinem Pferd "Draufgänger" mit 237,42 Punkten den Franzosen Charles Marion auf "Linon" (231,0 Punkte) und den Schweden Ragnar Olson auf "Günstling" (229,78 Punkte) auf die Ehrenplätze. Die Prüfungszeit betrug damals zum ersten Mal 13 Minuten und das Dressur-Viereck erhielt seine bis heute unveränderten Maße von 20x60 Metern. Aber auch weiterhin - wie bei den olympischen Entscheidungen zuvor - mußte der Galoppteil 2 Meter von der Einfassung entfernt geritten werden, wobei die Ecken der Bahn für den inneren Hufschlag gekennzeichnet waren.
Von Langen-Parow beherrschte die zweitägigen Dressur-Entscheidung (am 10.08.1928 und 11.08.1928) - deutlicher als alle seine Vorgänger seit 1912 ! [...] Seine weiteren dressursportlichen Ambitionen wurden jäh am 15.Juli 1934 gestoppt. Bei einem Military-Wettkampf in Döberitz verunglückte von Langen-Parow schwer. Wenige Tage später - am 3.August 1934 - erlag der herausragende Dressur-Reiter seinen Verletzungen. » Vor 75 Jahren gab es erstes Olympiagold für das heutige Mecklenburg-Vorpommern ! | | |
Nun wissen wir also auch, wie er geendet hat. Dieser Unfall muß als tragisch bezeichnet werden; ein erfahrener Reiter kommt bei der Ausübung seiner Sportart ums Leben. Die näheren Umstände möchte man gern erfahren. Es war wohl kein Zufall, daß sich der Unfall in Döberitz ereignete. Über die Military-Strecke in Döberitz werden wir später noch hören.
Merkwürdig fand ich, daß auch dieser Autor Probleme mit der Quellenlage hatte, denn er behauptet, daß die in der letzten Ausgabe bereits erwähnte Verfilmung "Reitet für Deutschland" der Biographie v. Langens von » Clemens Laar ein Propagandafilm der Nazis gewesen sei und der Held sogar selbst die Hauptrolle gespielt habe.
Das ist anscheinend nicht korrekt, es sei denn, es gäbe zwei Filme mit diesem Titel. Denn es gelang mir, weitere Einzelheiten über den Film herauszufinden. Er ist erst sieben Jahre nach dem Tod v. Langens gedreht worden (26.08.1940 bis Anfang Februar 1941) mit Herzensbrecher Willy Birgel in der Hauptrolle (» ...reitet für Deutschland). Die Nachfrage beim Landessportbund Mecklenburg-Vorpommern in dieser Sache blieb bisher ohne Antwort.
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