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Bericht Zu den Themen Dressursport, Trainingsmethoden, Weltmeisterschaften · Gesamttext
Inhaltsverzeichnis Ausgabe 390.06 der Pferdezeitung vom 17.09.06
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 Die Schrecken des ... 
 Widerstand  Das Video  Extrem schlechtes Reiten
 Quälerei  Hyperflexion  Rollkur  Nevzorov  Leserresonanz
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  Magazin


Schnappschuß Equitana 2005
Alltäglicher Anblick auf Shows und Turnieren · Copyright wie angegeben
Schnappschuß Equitana 2005
Alltäglicher Anblick auf Shows und Turnieren 

    Die Schrecken des Pferdesports   
    Ist die Rollkur ein spezielles Übel oder nur ein Symptom?   
von Copyright wie angegeben  Werner Popken

Teil 1:  Siegestaumel
Teil 2:  Nationenwettkämpfe
Teil 3:  Rollkur siegt


Der Artikel "Dressur pervers" der St. Georg, der kurz vor den Europameisterschaften im Herbst 2005 erschien, hat die Gemüter sehr erregt. Alle waren sich einig: Die modernen Dressurmethoden, ob von den Holländern oder den Deutschen angewandt, sind widerlich und unzulässig.

Die FEI sah sich sogar genötigt, eine Tagung zu dem Thema durchzuführen. Das Resultat der Beratungen von 60 Experten sorgte seinerseits für Empörung und Aufruhr. Im Grunde wurden die neuen Methoden nämlich für zulässig gehalten. Eine Sprachregelung sollte dies auch zum Ausdruck bringen.

Das Publikum, das sich wiederholt durch den Anblick der trainierenden Sportler auf dem Abreiteplatz alarmiert fühlte, mußte sich sagen lassen, daß die beanstandeten Übungen akzeptabel und für die Pferde gesundheitlich unbedenklich sind, zumindest dann, wenn Spitzensportler diese verlangen.

Das war Anfang des Jahres 2006. In vielen Foren äußerten sich Pferdefreunde dazu, und zwar ziemlich einhellig und deutlich. Man war empört und entrüstet. Bis zur Weltmeisterschaft waren die Wogen der Empörung allerdings verebbt. Ein Sturm im Wasserglas. Hatte sich irgend etwas im Sport geändert? Natürlich nicht. Alles blieb beim Alten.

Also viel Lärm um Nichts? Hat wieder einmal das Geschäft gesiegt und die Kritiker sind verstummt, weil sie machtlos sind? Oder haben diese etwa nur schwache Argumente, vielleicht sogar Unrecht?

Die ganze Angelegenheit ist meines Erachtens ziemlich verwickelt und nicht leicht zu durchschauen. Nachdem ich mich lange und ausführlich damit beschäftigt habe, bin ich zu einem Schluß gekommen, der vermutlich keiner der streitenden Parteien gefallen wird. Aber überzeugen Sie sich selbst.

Das Publikum auf internationalen Abreiteplätzen reagierte entsetzt, weil die Szenen, die man allenthalben beobachten kann, entsetzlich sind. Wer nur ein bißchen Mitgefühl mit den armen Kreaturen hat, kann diese Methoden nicht gutheißen:

Beobachtungen am Abreiteplatz bei der Weltmeisterschaft junger Dressurpferde: Fünf- und sechsjährige Pferde mit niederländischen Reitern werden auf ihren großen Auftritt vorbereitet. Parallele Bilder: Das Pferd beißt sich in die Brust. Der Reiter zieht bei extrem breiter Zügelführung, die Hände vor dem Bauch, den Kopf des Pferdes hin- und her. Dann hält er an. Wieder ziehen, ein schneller Stich mit dem Sporn, das Pferd trabt an. Keine drei Meter später wird wieder angehalten: Der Reiter streckt die Beine weg, lehnt sich mit aller Macht zurück. Wieder wird am Zügel hin- und hergezogen. Die Nase des Pferdes ist beinahe 45 Grad hinter der Senkrechten, der Hals aufgerollt. In dem Moment, in dem das Pferd zum Halten kommt, hat das Bein des Reiters auch schon wieder ausgeholt. Wieder der Sporn, wieder Halten, wieder hin - und herziehen.
"Dressur pervers", St. Georg, 08/2005

Der Appell der St. Georg hat wenig genützt. Man hat sich ein bißchen aufgeregt, aber als es darum ging, etwas zu tun, aufzuklären oder Widerstand zu leisten, stellte sich sehr schnell heraus, daß es mit der kämpferischen Energie nicht weit her ist. Eine Forumsdiskussion wurde beispielsweise am 19. Dezember 2005 gestartet, lief bis 23. Dezember, wurde am 2. Februar aus Anlaß des FEI-Kongresses wiederbelebt und schlief am 25 Februar wieder ein. Am 8. März wollte man zur Tat schreiten, und am 17. März war alles schon wieder vorbei (» Reiten - Klassik kontra "Rollkur" !?).




Widerstand


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Aber es gibt Einzelne, die durchaus etwas auf die Beine stellen.

Ich selbst (ursprünglich aus Österreich kommend) lebe und arbeite im Sportpsychologischen Bereich. Ich habe ein eigenes Institut für Hippische Sportpsychologie und Equitherapie, bin Reitlehrerin, Sportlerin und selbst Dressurreiterin und Richterin in den Niederlanden und bin mit der Situation vertraut. Ich bemühe mich schon seit Jahren die Presse hier aufzurütteln um zu einer ehrlichen inhaltlichen Diskussion der bewussten Trainingsmethoden kommen zu können. Leider ist Frau Grunsven ein Idol, an dem nicht "gesägt" werden darf. Leserbriefe werden nicht veröffentlicht oder abgeändert, so dass meine Aussage verändert wurde. Auch ein von mir geplantes Buch, worin ich mich unter anderem kritisch über diese Methode äußere, hat keine Chance hier einen Verleger zu finden.
» Leserbrief Dr. Ulrike Thiel, Niederlande

Vor einem Jahr wurde in den USA ein Online-Pferdemagazin gegründet, dessen Juni-Sonderheft sich der Rollkur widmet: » Horses For LIFE. Darin findet sich auch ein Interview mit Dr. Ulrike Thiel:

How long have you been working on rollkur and trying to stop it?

Well actually the last five - six years.

What made you start?

Well at the beginning I was a great fan of Anky van Grunsen...but suddenly I was looking at the way of riding and looking at the way of training and I realized that a lot of essentials I could see were not in harmony with everything I had learned on riding and what I could myself feel.

When I listened with what she told, it didn't fit with what she did.

Then I started to look at comments in the press..and I started to look behind the official presentations and then I started to get shocked.

I saw scenes which I would have preferred not to have seen. More and more I was convinced that this way of riding was doing very, very bad things to the horses. And that was when I started to analyze the system. The problem here in the Netherlands...that this way of riding is being taught by the hyperflexion riders and I can see the development in the basics of the sport. That there are a lot of people trying to do the same because they are told it is a successful way of riding and it is a simple way of riding. That is what is making me so concerned.

Wie lange beschäftigen Sie sich mit der Rollkur und versuchen, diese zu bekämpfen?
Nun, die letzten fünf oder sechs Jahre.

Wie fing es an?
Zur Anfang war ich ein großer Fan von Anky van Grunsven... aber plötzlich konzentrierte ich mich auf die Reitweise und auf das Training und erkannte, daß viele wesentliche Elemente nicht mit all dem harmonierte, was ich über das Reiten gelernt hatte und was ich selber spürte.

Als ich mich mit dem beschäftigte, was sie von sich gab, stimmte das nicht mit dem überein, was sie tat.

Dann nahm ich mir die Kommentare in der Presse vor ... und begann, hinter die offiziellen Verlautbarungen zu schauen, und dann begann meine Erschütterung.

Ich sah Szenen, die ich lieber nicht gesehen hätte. Mehr und mehr überzeugte ich mich davon, daß diese Reitweise für die Pferde sehr, sehr schädlich war. Und da begann ich, das System zu analysieren. Das Problem hier in den Niederlanden... daß diese Reitweise von den Hyperflexion-Reitern gelehrt wird und ich die Entwicklung in den unteren Rängen beobachte. Es gibt eine Menge Leute, die das nachmachen, weil man ihnen sagt, daß es eine erfolgreiche Reitweise ist und eine einfache dazu. Das bekümmert mich sehr. [...]
» Interview Dr. Ulrike Thiel

Merkwürdig nur, daß die Pferde von Anky van Grunsven nachweislich keinerlei gesundheitliche Schäden haben und im Alter gesund und munter sind. Aber worum geht es denn eigentlich? Geht es um gesundheitliche Schäden? Oder geht es um Tierquälerei?



Das Video


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Zeichnung des Autors nach Originalfoto · Copyright wie angegeben
Zeichnung des Autors nach Originalfoto
Equitana, Garocha · Copyright wie angegeben
Equitana, Garocha
Equitana, Garocha · Copyright wie angegeben
Equitana, Garocha
Um das zu klären, hat Dr. Thiel mehr als zehn Stunden Videoaufnahmen auf Abreiteplätzen in Holland gesichtet und geschnitten und auf DVD herausgebracht. Unter der Adresse » Video on Rollkur können Sie eine Vorschau sehen, sofern Sie sich kostenlos anmelden. Mit Hilfe der DVD sollen Sie sich selbst ein Bild machen können. Das Onlinemagazin geht davon aus, daß Sie diese Aufnahmen empörend finden und Ihre Meinung online kundtun wollen.

Dr. Thiel faßt diese Untersuchung als wissenschaftliche Arbeit auf und möchte die Öffentlichkeit unterrichten. Deshalb hat sie die betroffenen Sportler zur Mitarbeit eingeladen; statt der Einladung zu folgen, haben diese rechtliche Schritte angedroht, bisher aber noch nicht wahrgemacht. Sollten Sie die DVD erwerben, müssen Sie sich einverstanden erklären, diese zurückzugeben, falls die Herausgeberin dazu verurteilt werden würde.

Abgesehen von der Stellung des Halses und des Kopfes, die für die hier angeprangerte Methode spezifisch ist, fühle ich mich an entsprechende Szenen im Westernreitsport erinnert. So viel anders geht es dort auch nicht zu. Die Pferde werden gnadenlos gezwiebelt und auf dem Altar des Sports geopfert. Wo gehobelt wird, fallen Späne.

Und was die Großen vormachen, machen die Kleinen selbstverständlich alsbald nach. Vielleicht zieht man das Kinn des Pferdes nicht ganz so stark auf die Brust, aber deutlich hinter die Senkrechte müssen die Köpfe allemal. Bei der Durchsicht beliebiger Turnierfotos und der Hop-Top-Show der letzten Equitana fand ich reichlich Beispiele, also nicht nur im Turniersport, sondern auch bei den sogenannten Barockreitern, die ja sonst immer als Positivbeispiele herhalten müssen.

Kopf zurück ist schick. Aber nicht nur muß der Kopf stark nach hinten gebogen werden, insgesamt wird der Hals stark zurückgenommen. Wenn also die Stirnlinie senkrecht ist, heißt das immer noch nicht, daß das Pferd sich vernünftig hält. Kerstin Diacont ist eine der Autorinnen, die die anatomischen Hintergründe sorgfältig aufgearbeitet hat (siehe  Haltung des Pferdes und folgende Abschnitte). Dort und bei » Rollkur - How? findet man eine Fülle von abschreckenden Fotos und medizinischen Erklärungen.

Nun könnte man meinen, daß sich die Mißstände in Pferdesport ausschließlich im Bereich der Rollkur lokalisieren lassen. Nichts könnte wirklichkeitsferner sein. Der Pferdesport scheint insgesamt auf der Quälerei der Pferde aufgebaut zu sein. Es sind eben nicht nur die Dressurreiter und nicht nur die Spitzensportler, die jegliches Mitgefühl vermissen lassen. So hat etwa Lydia Nevzorov unter » The Horrors of Equestrian Sport (Photogallery) viele Beispiele gesammelt, die für sich sprechen; die Bilder zur Rollkur machen nur einen Bruchteil der abschreckenden Belege aus (» Gallery 3. Rollkur).

Die Gegner der Rollkur beschwören immer wieder die klassische Methode und versuchen diese heilig zu sprechen. Allerdings dürfte es vermutlich kaum zwei Ausbilder geben, die darunter dasselbe verstehen - aber nehmen wir einmal an, daß die Ausbildungsordnung der FN damit gemeint ist und alle sich einig sind, was diese bedeutet und wie man sie umsetzt - etwa im folgenden Sinne:

Es scheint mir allerhöchste Zeit zu sein, diesen Irrwegen ein Halt zu gebieten. Die Verantwortlichen in der Reiterszene sind aufgerufen, sich mit aller Entschiedenheit auf das Ziel zu konzentrieren. Dieses kann nur darin bestehen, sich für den Erhalt der Reinen Lehre im Sinne der Klassischen Reitkunst einzusetzen und einem Abgleiten dieses hohen Kulturgutes in einen flachen Hippokapitalismus entgegenzuwirken.

Kurd Albrecht v. Ziegner
Oberst a.D.
» Rollkur, die dritte

Alles klar? Die "Reine Lehre", das soll es nun also sein! Und was sieht die Reine Lehre vor? Zäumung, Sporen, Gerte - also blütenreine Zwangsmittel. Ohne Sporen, Gerte und Zaum kein Reiter. Wie gut, daß die Pferde ihre Schmerzen nicht äußern können! Was würden sie uns die Ohren vollheulen, wenn sie sich wie Hunde benehmen könnten. Und genau das prangert der umstrittene Rollkur-Erfinder an! Er wirft den Verteidigern der "Reinen Lehre" vor, die Pferde zu quälen, sie nicht zu verstehen, mit der falschen Haltung an sie heranzugehen:



Extrem schlechtes Reiten


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Sjef Janssen · Copyright wie angegeben
» Sjef Janssen
Even in Germany and Holland, in the lower levels and at the regional shows, there is a lot of extremely bad riding. A lot of people don't even know how to approach a horse, how he thinks and how he feels, how he should be handled, how to get a language together - they cannot even treat their dog well, how can they treat a horse well!!!That's the most important thing that is not so well developed in the horse world, and that is how to handle and speak and work with the horse. The information the horse gives you in the training, these riders don't know how to handle it. They have been taught a certain system, and if the horse doesn't immediately do what they expect, they get angry and they punish too much. A lot of these riders just don't recognise what the horse is trying to tell them.

In our training we invite the horse to give us information, when we get information we can do something. Of course you have that basic mileage that you have to put on a horse, but if you want to specialise and get better and do it in a way the horse likes, then you need to talk to them. And you have to be able to handle that information in a way that he will understand. Not many people train like this... [...]

If people can develop a good partnership with their horse, then the quality of the improvement will be tremendous. Of course the horse must be submissive but you can teach that in a way that he will accept it easily - you can also teach it in the wrong way and there will be a lot of resistance and fighting and shit going on. You don't want to do that because it takes a lot of energy out of you, and out of the horse. Of course you are the boss, and you tell him what is going to happen, but you can do it in a way that he accepts it willingly.

One of our main things with training horses is that we want to simplify the whole procedure. When you listen to the old instructors, what they call the classical way, for a half pass or a shoulder in, they want to use ten aids, we try to cut it down to one or two aids. As soon as you set your horse in a certain movement, then you should drop all the aids anyway because you don't want to keep pumping the horse - just give him the directions, set him in the right way, then sit back and relax. We try to simplify it, use as little aids as possible to tell the horse what to do. [...]

I think I am a very objective and very critical son-of-a-bitch, but what Bonfire showed at Rome, I've never seen him like that in my life. I saw experienced older trainers and they were sitting there with tears in their eyes, even for a simple Grand Prix. That means a lot to me - even our biggest enemy said it was very very good. It must have been very good then...

Selbst in Deutschland und Holland, in den unteren Rängen und bei den Regionalveranstaltungen, gibt es eine Menge extrem schlechtes Reiten. Viele Leute wissen noch nicht einmal, wie man sich einem Pferd nähert, wie es denkt und wie es fühlt, wie man mit ihm umgehen sollte, wie man eine gemeinsame Sprache findet - sie können ja noch nicht einmal ihren Hund gut behandeln, wie könnten sie dann ein Pferd gut behandeln!!! Das ist die wichtigste Sache, die in der Pferdewelt nicht so gut entwickelt ist, und das ist, wie man mit einem Pferd umgeht und zu ihm spricht und mit ihm arbeitet. Die Informationen, die das Pferd dir im Training gibt, damit können diese Reiter nicht umgehen. Sie wurden in einem bestimmten System unterrichtet, und wenn das Pferd nicht unmittelbar tut, was sie erwarten, dann werden sie ärgerlich und strafen zu viel. Viele dieser Reiter verstehen einfach nicht, was das Pferd ihnen sagen möchte.

In unserem Training laden wir die Pferde ein, uns Informationen zu geben; wenn wir Informationen bekommen, können wir etwas tun. Natürlich muß man die Grundübungen erledigt haben, aber wenn man sich spezialisieren will und besser werden will und es auf eine Weise machen möchte, die Pferde lieben, dann muß man mit den Pferden reden. Und man muß diese Information in einer Weise verarbeiten können, die das Pferd versteht. Nicht viele Leute trainieren auf diese Weise... [...]

Wenn die Leute eine gute Partnerschaft mit ihrem Pferd entwickeln können, dann wird die Qualität der Verbesserung gewaltig sein. Natürlich muß das Pferd gehorsam sein, aber man kann es auf eine Weise lehren, die es leicht akzeptieren kann - man kann es natürlich auch auf die falsche Art ausbilden und dann wird man viel Widerstand und Kampf und Scheiß entwickeln. Das will man doch nicht tun, das nimmt einem unheimlich viel Energie, auch dem Pferd. Natürlich bist du der Boss, und du sagst ihm, was passieren wird, aber du kannst es auf eine Weise tun, die es willig akzeptiert.

Eines unserer Hauptanliegen beim Pferdetraining ist die Vereinfachung des gesamten Verfahrens. Wenn man sich die alten Lehrmeister anhört, was sie so den klassischen Weg nennen, für eine Passage oder das Schulterherein, dann brauchen sie zehn Hilfen, und wir versuchen uns auf eine oder zwei zu beschränken. Sobald man sein Pferd in eine bestimmte Bewegung setzt, sollte man sowieso alle Hilfen weglassen, weil man das Pferd nicht ständig treiben will - gib ihm einfach die Richtung, setz' ihn in die richtige Bewegung, dann lehn' dich zurück und entspann' dich. Wir versuchen es zu vereinfachen, benutzen sowenig Hilfen wie möglich, um dem Pferd zu sagen, was es tun soll. [...]

Ich glaube, ich bin ein sehr objektiver und sehr kritischer Krotzbrocken, aber was Bonfire in Rom gezeigt hat, so habe ich ihn in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen. Ich habe erfahrene ältere Ausbilder gesehen, die da mit Tränen in den Augen saßen, sogar bei einem einfachen Grand Prix. Das bedeutet mir viel - selbst unser größter Feind sagte, daß es sehr, sehr gut war. Es muß also sehr gut gewesen sein...
» Sjef Janssen - His Philosophy on Training

Sollte dieser Mann nicht stolz auf seine Leistungen sein? Er sieht genau, was die anderen falsch machen, und hat ein reines Gewissen in Bezug auf seine eigenen Methoden, weil er ja die Pferde viel weniger quält als die anderen. Und hat außerdem auch noch Erfolg.



Quälerei


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Viele seiner Äußerungen werden bestimmt von vielen kritischen Beobachtern der Pferdeszene sofort unterschrieben. Kommunikation mit Pferden - lehrt Marjorie Smith nicht genau dasselbe, bloß auf einem niedrigeren Niveau? Schließlich will sie keine internationalen Turniere reiten ( Leichtigkeit). Aber genau das ist der Unterschied.

Smith hat keinen Ehrgeiz und ge- oder mißbraucht die Pferde nicht für ihre Ziele. Sie akzeptiert und respektiert sie und verlangt von ihnen nichts, was sie ihnen abpressen müßte. Das ist bei Janssen vollkommen anders. Er will Goldmedaillen gewinnen und setzt die Pferde dazu ein. Wenn seine Methode diese Ziele mit weniger Aufwand in kürzerer Zeit erreicht, ist diese überlegen.

Der einzige Schönheitsfehler ist, daß die Wirklichkeit nicht ganz so harmlos aussieht, wie sein Vortrag. Die Bilder, die in der Öffentlichkeit Anstoß erregen, sind ein deutlicher und störender Hinweis für die Quälerei, der Janssen seine Pferde unterwirft. Wenn er behauptet, daß er seine Pferde weniger quält als die anderen, desto schlimmer für die, aber das entlastet ihn nicht.

Janssen ist konkret. Er benennt die Dinge beim Namen, er weiß, wovon er redet. Demgegenüber sind seine Gegner merkwürdig unklar. Sie beschwören eine Wirklichkeit, die schon längst nicht mehr da ist. Auch die deutschen Spitzensportler wenden ähnliche Methoden wie die Rollkur an, sie haben diese eigentlich sogar erfunden, die Holländer treiben es nur auf die Spitze und stehen in der Öffentlichkeit frei und selbstbewußt dazu.

Die Chefredakteurin des St. Georg, Gabriele Pochhammer, wurde von » Dressur-Studien bezüglich der FEI-Konferenz interviewt (» Die radikale Roll-Tortur). Merkwürdigerweise haben sich die Gegner der Rollkur dort nicht so vehement geäußert, wie sie das im Nachhinein in der Öffentlichkeit tun. Im Gegenteil, alle Teilnehmer applaudierten Sjef Janssen. Muß das nicht nachdenklich stimmen?

Wie wurden diese medizinischen und psychischen Untersuchungen vom Publikum auf dem Workshop aufgenommen?
Gar nicht. Alle Vorträge wurden relativ unbewegt aufgenommen, außer dem Vortrag von Sjef Janssen, da haben alle applaudiert. In der weiteren Diskussion schienen die Reiter eher darauf erpicht, einen neuen Namen für die Rollkur zu finden, besonders der Sprecher der Reiter, Richard Davidson. Das Ergebnis war dann die Umbenennung der Rollkur in "Hyperflexion of the neck", übersetzt: Überdehnung des Halses.

Was haben denn die deutschen Vertreter dazu gesagt?
Erst einmal gar nichts. Ich habe mich dann nach den Vorteilen dieser Methode erkundigt und wollte wissen, was ich mit der Rollkur erreichen kann, was sich nicht mit der klassischen Ausbildung erreichen lässt. Keiner konnte das beantworten, alle schauten nur um sich und Sjef Janssen sagte: "Zehn Goldmedaillen."

Ganz am Schluss hat Dr. Düe von der FN gesagt, für wie sinnlos er die Umbenennung hält, und ein paar Tage später im FN-Seminar in Warendorf, hat er sogar eine wissenschaftliche Definition der Hyperflexion gegeben: "Hyperflexion ist die exzessive Beugung eines oder mehrerer Gelenke, die dazu geeignet ist, Verletzungen herbeizuführen".

Während des FEI-Workshops wurde zwar darauf hingewiesen, dass die Rollkur oder Hyperflexion eine Haltung ist, die das Pferd in der Natur so gut wie nie einnimmt und alleine auch nicht längere Zeit aufrecht erhalten kann. Aber in der anschließenden Diskussion wurde immer wieder betont, dass in den Händen eines erfahrenen Reiters die Rollkur unschädlich sei und ein nützliches Tool. Wobei dann aber auch die Frage erlaubt sein muss, warum die Rollkur bei unerfahrenen Reiter schädlich sein soll, wenn die Rollkur an sich nicht schaden kann…
» Die radikale Roll-Tortur

Nun, die betreffenden Pferde sind Spitzensportler. Ein Ballettänzer vollbringt mit Leichtigkeit stundenlang Leistungen, die man einem Normalmenschen niemals abverlangen könnte, mehr noch: die er von Natur aus niemals ausführen würde. Was ist das also für ein Argument? Was will man damit beweisen? Außerdem: Wenn ein Mensch sportliche Spitzenleistungen erbringen will, muß er sich ebenfalls quälen. Ohne Schweiß kein Preis.



Hyperflexion


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Szenen auf einem Springturnier
Deshalb sind die Experten in Wirklichkeit gar nicht gegen die Rollkur, und sie tun nur so in der Öffentlichkeit, damit diese ein bißchen beruhigt wird. Das ist reine Politik und hat nichts zu besagen. Die Leute werden sich schon daran gewöhnen, wenn man die Sache jetzt Hyperflexion nennt.

Der streitlustige Janssen ließ sich durch den scheinheiligen Kommentar des FN-Generalsekretär Dr. Haring zum Beschluß der FEI-Kommission reizen und erklärte

[...] Der Haring-Kommentar brachte jedoch den niederländischen Bundestrainer und Coach sowie Ehemann von Olympiasiegerin Anky van Grunsven, Sjef Janssen, in Wallung. Er war wegen seiner Trainingsmethoden vor der letzten Europameisterschaft heftig angegriffen worden. Er fragt beispielsweise, ob Hanfried Haring nicht sehe, wie die deutschen Spitzen-Springreiter ihre Pferde alle in die Tiefe arbeiten, nicht wisse, dass Pferde, die nach unten geritten werden, um den Rücken zu stärken, sehr alt werden bei bester Gesundheit wie beispielsweise auch das Goldmedaillen-Pferd Bonfire von Anky, das jetzt 23jährig noch gut in Schuss sei? Wörtlich sagte Sjef Janssen: "Haring redet Blödsinn."
» Sjef Janssen polterte los gegen Haring

Ziemlich realistisch erscheint mir der folgende Kommentar aus einem Forum:

Also ich kann da nur trocken lachen...da stellt sich die FN jetzt hin als die Bewahrer der Reitkunst, Ausbildungsskala pipapo...was ist mit einer Frau W. und dergleichen, die offen zugeben, diese Methode zu praktizieren? Die immer wieder so zu sehen sind, wenn sie diese Methode anwenden.

Wie wird sich diese Distanzierung auswirken? Darf eine Frau G., wenn sie in D startet, diese Methode nicht mehr anwenden? Aber nein, das ist ja dann eine FEI-Turnier, oh wie scheinheilig.

Schwach, ganz ganz schwach. Aber wer hat mehr erwartet, ich nicht...wenn man jetzt schnell genug ist, lässt man sich zum authorisiertem Hyperflexion-trainer ausbilden und gewinnt der Sache das einzig gute ab, nämlich Geld scheffeln.
» Ein neuer Name für die "Rollkur" - FEI-Seminar und Ergebnis

Das Internet ist voll von Experten, die ebenfalls über alle anderen schimpfen, die natürlich keine Ahnung haben. Beispiel:

Ich bin auch dagegen, wenn ich diese Bilder sehe, die die Pferde zusammengezogen und nicht gerade glücklich u stolz aussehen läßt. Aber auch ich reite ab und an mal so, gerade wenn Pferde dazu neigen sich hinter der Senkrechten zu verkrichen ... natürlich nur um sie gleich darauf wieder nach vorne zu lassen.
Tja, aber was wenn mich in dem Moment gerade jemand fotographiert? Dann bin ich auch so ein Rollkur-Schwein ... u trotzdem irgendwie dagegen weil "man macht doch sowas nicht".

Ich finde diese Diskussion seltsam, ein Fass ohne Boden. Fakt ist folgendes: damit hat seither noch keiner sein Pferd kaputt geritten oder gar getötet.
Man muß wissen wie und dann ist das sicher vertretbar.

Wer nicht weiß wie man ein Pferd anständig reitet und dann diese Kur den Profis abschaut u ohne Hintergrundwissen nachreitet, bekommt sein Pferd sicher auch anders kaputt geritten. Solche Leute haben nämlich wohl von Prinzip her schon nicht sehr viel Ahnung von der Anatomie und dem schonendem/gymnastizierenden Arbeiten von Pferden.
» Rollkur / "Dressur pervers"

So sind für uns denn alle einig: Man muß die Pferde "anständig reiten", und das heißt: Man darf sie nach den überkommenen Regeln quälen. Wie man diese Regeln auszulegen hat, ist strittig, aber daß man die Pferde quälen darf, ist unstrittig. Deshalb sehe ich die Diskussion um die Rollkur nur als Symptom für etwas, das das gesamte System prägt. Dieses basiert nämlich durchweg auf Zwang, und das weiß natürlich auch jeder, weil er diesen Zwang ausübt.



Rollkur


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Equitana 2005
Man fühlt sich nicht besonders wohl dabei und hackt vermutlich deshalb so gern auf denjenigen herum, von denen man meint, daß sie es übertreiben. Damit kann man die eigenen unangenehmen Gefühle auf den Sündenbock projizieren und sich selbst entlasten.

Die Rollkur ist also nicht das Übel. Die Rollkur ist eine Art der Pferdequälerei unter vielen anderen, die vermutlich genau soviel für sich hat wie die anderen auch. Und deshalb gibt es in dieser Diskussion keinen Gewinner und keinen Verlierer. Es geht darum, die Pferde unserem Willen zu unterwerfen und diesen Zwang zu optimieren.

Sjef Janssen möchte schneller zum Ziel kommen und weniger Widerstände überwinden müssen. Das ist im Sinne des Sports erwünscht, notwendig und optimal. Wenn die Richter auf spektakuläre Vorderhandaktion abfahren, muß man sie ihnen bieten. Das ist im Westernreitsport dasselbe. Wenn der Spin den Formalitäten genügt, reicht es -auch wenn das Pferd stolpert. Das bewertet der Richter nicht.

In dieser Hinsicht hat Sjef Janssen ebenfalls ziemlich vernünftige Ansichten:

The has been a lot of thinking about the system but what I think we need is quality judging. There are a lot of good judges, but there are also a lot of bad judges - just like riders, and just like trainers. Everyone can get a lot better with good education. Also there should be the possibility that if a judge does a bad job at a couple of important shows in a row, that they tell him, 'okay this has been enough for a while, stay home for a year, get some lessons, somebody needs to help you, then we take you back again'. There are not enough opportunities to do that. The most benefit can come from getting all the judges on a higher level.

Es ist viel über das System diskutiert worden, aber ich glaube, wir brauchen vor allem ein besseres Richtwesen. Es gibt viele gute Richter, aber es gibt auch viele schlechter Richter - genau wie bei den Reitern und bei den Trainern. Jeder kann sich durch gute Fortbildung stark verbessern. Außerdem sollte es die Möglichkeit geben, einem Richter, der bei einer Reihe von wichtigen Turnieren schlecht arbeitet, zu sagen: 'Okay, das reicht jetzt für eine Weile, bleib mal für ein Jahr zu Hause, nimm mal ein paar Nachhilfestunden, jemand muß dir helfen, dann kannst du wieder zurückkommen'. Es gibt genug Gelegenheiten, so etwas zu tun. Die meisten Fortschritte können durch Fortbildung aller Richter erzielt werden.
» Sjef Janssen - His Philosophy on Training

Und damit sind wir wieder beim Bewertungssystem. Dieses geht davon aus, daß Pferde durch Zwangsmaßnahmen drangsaliert werden dürfen und müssen. Man fesselt ihnen das Maul, übt Gewalt auf Zunge, Kinnlade, Gaumen, Kinn und Genick aus, setzt Sporen und Gerte ein und manchmal auch noch andere Hilfsmittel, die offiziell nicht erlaubt sind. Man muß sich ja nicht erwischen lassen (siehe  Leserbriefe zur letzten Ausgabe).

Kein anderes Tier wird so behandelt wie das Pferd. Würde man Hunde so drangsalieren, bekäme man angesichts der Schmerzlaute sofort den Tierschutz auf den Hals. Fred Rai hat Recht. Das Unvermögen des Pferdes, seine Schmerzen so zu äußern, daß es für den Menschen unerträglich ist, ist die Ursache dafür, daß man sie so leicht und ohne große Schuldgefühle quälen kann. Man kann sehr leicht wegschauen, wenn man das Leiden der Kreatur nicht wahrnehmen möchte.

Die Rollkur ist nur deshalb ins Gerede gekommen, weil eine nennenswerte Anzahl von Zuschauern nicht mehr wegschauen wollte, weil trotz der Unfähigkeit der Pferde, ihre Schmerzen unmißverständlich und laut zu äußern, das Leiden unübersehbar war. Sollte es möglich sein, diesen Durchbruch zu einer allgemeinen Sensibilisierung weiterzuentwickeln? Oder wird man bald alles wieder vergessen haben, wie beim Barren?

Daß es vollkommen ohne Zwangsmaßnahmen geht und die Pferde trotzdem oder besser gerade deswegen genau diejenigen Leichtigkeit und Eleganz zeigen, von der die Klassik-Fans immer schwärmen, beweist » Alexander Nevzorov.



Nevzorov


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Lipisina
Nehmen Sie sich die Zeit und studieren Sie die wunderbaren Fotos seiner Frau in der » Photogallery. Sie können beide live auf dem  2. Weltkonferenz für ganzheitliche Hufbehandlung erleben, und zwar am 15.11.2006 11:00:

"Natürliche Versammlung des Reitpferdes - Training ohne Zaumzeug und Zwang", Lydia u.Alexander Nevzorov, Russland

Nevzorov ist ein entschiedener Gegner des gesamten Pferdesportes, jedenfalls in seiner heutigen Form. Nach seiner Vorstellung werden zukünftige Generationen sich für unseren Umgang mit den Pferden genauso schämen wie wir für die Sklavenhalter. Die wußten es anscheinend nicht besser, aber wir würden so etwas um keinen Preis tun.

Sport ist in meinen Augen im Prinzip nicht nur nicht schlimm, sondern sogar notwendig - wir Menschen brauchen offenbar den Wettbewerb, und auch Pferde finden Spaß an der Arbeit. Was Nevzorov übt, kann man bestimmt auch wettbewerbsmäßig betreiben. Es kommt eben einfach darauf an, wie man mit den Pferden umgeht. Wetten, daß das Publikum seine reine Freude daran hätte?

In der nächsten Woche möchte ich mich mit der Frage beschäftigen, warum die Rollkur so erfolgreich ist und was sonst noch hinter diesen Grabenkämpfen steht.



Quellen / Verweise


  1. » Reiten - Klassik kontra "Rollkur" !?
  2. » Leserbrief Dr. Ulrike Thiel, Niederlande
  3. » Horses For LIFE
  4. » Interview Dr. Ulrike Thiel
  5. » Video on Rollkur
  6.  Haltung des Pferdes
  7. » Rollkur - How?
  8. » The Horrors of Equestrian Sport (Photogallery)
  9. » Gallery 3. Rollkur
  10. » Rollkur, die dritte
  11. » Sjef Janssen - His Philosophy on Training
  12.  Leichtigkeit
  13. » Dressur-Studien
  14. » Die radikale Roll-Tortur
  15. » Sjef Janssen polterte los gegen Haring
  16. » Ein neuer Name für die "Rollkur" - FEI-Seminar und Ergebnis
  17. » Rollkur / "Dressur pervers"
  18.  Leserresonanz Ausgabe 389
  19. » Nevzorov Haute Ecole
  20. » Photogallery
  21.  2. Weltkonferenz für ganzheitliche Hufbehandlung
  22.  Siegestaumel, Von Erfolgsmenschen, Trainingsmethoden und Kontroversen
      Ausgabe 387 · Teil 1
  23.  Nationenwettkämpfe, Und der Sieger ist auch dieses Mal ...
      Ausgabe 388 · Teil 2
  24.  Rollkur siegt, Der Sturm im Wasserglas
      Ausgabe 389 · Teil 3



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1 Leserresonanz zu Ausgabe 390 vom 17.09.06


Leserbrief  1943 zu Ausgabe  390
18.09.06



Rollkur

Hallo !

Da haben Sie wieder einen schönen Artikel geschrieben. Ich kann das alles nur unterschreiben und bin selbst wieder sehr nachdenklich geworden (obwohl ich schon meistens ohne Gebiss unterwegs bin und niemals hinter der Senkrechten). Interessant finde ich aber die Fotos von Nevzorov. Ist Ihnen aufgefallen, dass die ungezäumten Pferde ganz leicht hinter der Senkrechten sind? Das finde ich sehr spannend. Wir müssen alle noch viel lernen.

In diesem Zusammenhang: Die Cavallo veröffentlichte einmal die Zügelzugmessungen. Eine Ausgabe später wurde diese Messung an ausgebunden longierten Pferden durchgeführt, wobei sich herausstellte, dass kein Pferd mehr als 2kg Zug zuließ. Das wurde kommentarlos veröffentlicht, ohne eine Schlussfolgerung bezüglich der zuvor gemessenen Werte über 20 kg.

Mit freundlichem Gruß

Lioba Jung



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Bericht Zu den Themen Dressursport, Trainingsmethoden, Weltmeisterschaften · Gesamttext
Inhaltsverzeichnis Ausgabe 390.06 der Pferdezeitung vom 17.09.06
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