Der Fernsehschlaf auf dem Sofa ist einwandfrei der schönste. Da kann Mel Gibson ein noch so charmantes Lächeln aufsetzen, wenn man eine Woche lang jede Nacht alle zwei Stunden vom Wecker aus dem Bett gerissen wird und benommen nach einer gut ausgeschlafenen Stute schaut, dann zieht es einem irgendwann einfach die Beine weg.
Nur wenn man plötzlich an der Schulter gepackt, geschüttelt wird und hört: "Mama, wach auf!", aber niemand da steht, ist man sofort hellwach. Vor allem, wenn in der vier auf acht Meter großen Abfohlbox mit Freilauf eine Kaltblutstute auf ihr erstes Fohlen wartet und der errechnete Geburtstermin bereits fünf Tage überschritten ist.
Wie von der Tarantel gestochen hebe ich vom Sofa ab und renne aus dem Wohnzimmer, schnell die bereitgelegte Jacke überstreifen und in die Gummistiefel reinschlüpfen. Es regnet von der Seite, als ich den Übergang zwischen Bauernhaus und Stall verlasse. Gerade habe ich den Auslauf überquert und [...]
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